Sommer

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Êlayla
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Sommer

Beitrag von Êlayla » Fr 17. Jun 2011, 00:24

Heiß ist es in Orgrimmar. Die Bauarbeiten der Orcs sind noch voll im Gange und hier und da bricht jemand vor Erschöpfung und Hitze zusammen. Sie lechtzen nach Wasser, kaltem Bier und Ruhe. Die Befestigungen der Stadt aber müssen fertiggestellt werden zum Schutz ihrer Bürger.

In den kaum mehr vorhandenen Tümpeln und Pfützen und Teichen spielen die Waisenkinder, in den Geschäften schauen die Besitzer grimmig drein, weil bei dieser Hitze niemand zum Einkaufen vor die Tür geht. Wer nicht gerade stirbt, der bleibt im Schatten. Alle.
Bis auf eine.

Die kleine Untote stört die Hitze nicht. Im Gegenteil. Die Speiseabfälle die in den Hinterhöfen vor sich hergammeln entwickeln bei diesen Temperaturen ein besonderes Aroma. Der Duft von fauligem Fisch und Eiern, verdorbenem Salat und Fleisch liegt in der Luft.
Freudig, als wäre es ein lauer Frühlingstag, hüpft sie durch die Straßen Orgrimmars. Ein bisschen zu heftig, denn kleine Fleischbrocken lösen sich von ihren schwingenden Händen und treffen die Waisenkinder, welche angsterfüllt und voller Ekel flüchten.
Malana stört sich nicht daran. Der Tag ist zu schön.
Am fast ausgetrockneten Teich liegen ein paar "gestrandete" Fische. Malana hebt sie auf als wäre es Fallobst und beißt herzhaft in den nächst Besten hinein. Ein vorbeilaufender Troll übergibt sich bei dem Anblick und dem Gestank. Und noch immer stört sich die kleine Untote nicht daran, hätte sie den Troll normalerweise für seine Empfindlichkeit ausgelacht oder beschimpft...

Malana steuert weiter auf die Kneipe zu. Bei diesem wundervollen Wetter von 48°C im Schatten wäre es doch wunderschön ein kühles Bier zu trinken.
Vor der Kneipe angekommen zögert sie noch kurz.

Ob bei diesem schönen Wetter auch jemand in der Kneipe sitzt? Die Fleischsäcke neigen doch dazu, schwimmen zu gehen...

Sie scheint die Diskussion mit sich selbst gewonnen zu haben, denn heftig stößt sie die Tür auf, weckt den schlafenden Wirt und setzt sich an einen der freien Tische. Tatsächlich ist die Kneipe leer.
Zum zweiten Mal heute erbricht sich jemand... Dieses Mal hat ihr unwiderstehliche Körpergeruch den Wirt die Körperkontrolle verlieren lassen....
Angewidert schlürft der Orc zum Tisch herüber und grunzt

Was? Hä?

Ein kaltes Bier und eine Schleimsporensuppe, bitte.

Bei "kaltes Bier" fängt der Wirt lauthals an zu Lachen und mit dem Kopf zu schütteln, bei "Schleimsporensuppe" jedoch muss er sofort wieder würgen. Manchmal muss er seinen Beruf wirklich hassen.

Malana sitzt also da, fängt die Kakerlake auf dem Boden - eine leckere Vorspeise - und wartet. Vielleicht kommt ja doch noch jemand vorbei...
Ups, fc!

Marila
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Re: Sommer

Beitrag von Marila » Di 11. Okt 2011, 12:36

Mit einem wunderschönen Strauß bunter Blätter in der Hand betritt Mari die Taverne. Lang ist sie nicht mehr hier in der Stadt gewesen, da ein kleines Kälbchen in dem Dorf in Mulgore ihre ganze Aufmerksamkeit fordert. Aber nicht heute. Heute hat sie sich vorgenommen, ihre Freunde in der Stadt zu besuchen.
Hach, die alte Taverne. Wie oft haben wir hier die Abende gemeinsam verbracht und uns mit den guten Speisen des Hauses die Bäuche voll geschlagen, und unsere trockenen Kehlen nach einem anstrengendem Tag mit klarem Bergwasser erfrischt. Wäre doch gelacht, wenn ich hier nicht jemanden antreffen würde.
Mari betritt mit einem großen Lächeln auf den Lippen die Kneipe und...

Hallo meine lie...ähm...hallo? Wo sind denn alle?

Mari lässt etwas enttäuscht ihren Blick durch die düstere Taverne schweifen, doch der einzige Blick, der sie trifft, ist der des Gastwirts. Der blickt wie gewöhnlich grimmig drein und scheint heute ganze besonders schlechte Laune zu haben, und dass trotz den wunderschönen Herbsttags draußen.

Was ist denn hier los, mein Herr? Wo sind denn all Eure Gäste hin entschwunden?

Der Wirt anwortet genervt.
Pah, was denn für Gäste? Hier verirrt sich kaum noch jemand her, und wenn, dann nur schnell auf ein kleines Bier. Nur die Kleine da, die sitzt seit Wochen auf dem Hocker da drüben in der Ecke. Wenn das so weiter geht, muss ich den Laden dicht machen. Elendes, undacnkbares Pack!!
Der Wirt zeigt mit dem Finger auf die Gestalt.
Wenn die da wenigstens jeden Tag was bestellen würde! Aber nein, sie gammelt nur herum, frisst hier die Kakerlaken und vertreibt mit ihrem Geruch jeden potenziellen Gast! Am besten, ich setze sie jetzt endlich vor die Tür! Der Wirt krempelt entschlossen seine dreckigen Hemdärmel nach oben und geht auf die Kleine zu.

Ach wartet doch bitte noch, ich würde ihr...oder...ihm...also, der kleinen Gestalt gern ein wenig Gesellschaft leisten, wenn Ihr erlaubt. Ich bestelle natürlich auch was...also, moment...dann nehme ich, also dann nehme ich den größten Salatteller den Ihr habt. Mit frischen Kräutern, wenns nicht zu viel verlangt ist. Ach und einen großen Krug Brombersaft.

Der Wirt schaut noch immer finster drein, geht aber zurück in die Küche und murmelt dabei etwas in seinen Bart. Na toll, ein Gast und dann will die nur Grünzeuch fressen...wo sind all die gefräßigen Krieger hin...

Mari geht entschlossen auf die kleine Gestalt in der Ecke zu, wischt den Staub von dem Hocker neben ihr, und setzt sich hin. Das Gesicht nach vorne gerichtet, schielt zu zur Seit, um zu erkennen, wer da neben ihr sitzt.

Na brat mir einer einen Storch, die kleine Malana! He kleine Knochendame, ich bins! Lass Dich drücken!
Mari nimmt Malana beherzt in die Arme und drückt kräftig zu, dabei entfleucht ein kleinen Knacken.
He Du, alles in Ordnung mit Dir, meine Liebe? Wieso sitzt Du denn hier so allein? Der Wirt hat gesagt, schon seit Wochen. Du bist ja ganz dürr geworden, kein Wunder, wenn Du Dich nur von den Kakerlaken hier ernärhst. Du brauchst eine anständige Malzeit.

Wirt? Ich hätte gern noch einen großen Sala....naja vielleicht lieber ein Stück...ähm...
Mari versucht sich zu erinnern, was ihr untoen Freunde immer am liebsten aßen. ...habt Ihr irgendwas mit Gedärm? Und äh, vielleicht alten Fisch? Der Wirt zuckt mit den Schulltern. Da muss ich mal in die Mülltonnen schauen, bin gleich zurück.
Mari schaut Malana lächelnd an. Nun, meine Kleine, erzähl doch mal. Was gibt es Neues?

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